Donnerstag, 15. Mai 2008

Emanzipation

  • „Emanzipation heißt“, so Mollenhauer, „die Befreiung der Subjekte – in unserem Fall der Heranwachsenden in dieser Gesellschaft – aus Bedingungen, die ihre Rationalität und das mit ihr verbundenen gesellschaftliche Handeln beschränken" (1968, 11).
  • Emanzipation als pädagogischer Grundbegriff bezeichneten für die Pädagogik keinen direkt beobachtbaren Sachverhalt, sondern einen Prozess, in dem sich personale Kompetenzen herausbilden sollten, die das Individuum befähigen sollten, sich von nicht legitimierbaren Zwängen zu befreien. Emanzipatorische Pädagogik bezog sich auf die Förderung derartiger Kompetenzen, nämlich Ich-Stärke, reflektierte Interaktion, demokratisches Gesellschaftsbild.
  • Die moderne Idee des emanzipierten Subjekts hat sich unter dem Druck der Verhältnisse oft genug zu dem Bild des am Arbeitsmarkt erfolgreichen Typus, des marktrational planenden, eigennützig sich durchsetzenden und technokratisch orientierten Individuums gewandelt.

Berufskonzept

Berufskonzept
  • Das Berufskonzept in Deutschland basiert auf dem dualen System
  • Das Berufskonzept besagt, dass es eine formalisierte berufliche Grundbildung gibt.
  • Diese Grundausbildung bereitet auf ein Bündel von Tätigkeiten vor, die angewissen Qualitätsstandards ausgerichtet sind, die in Bildungsverordnungenfestgehalten werden
  • Die berufliche Bildung verbindet fachliche und fachübergreifende Kompetenzen für das Ziel der beruflichen Handlungsfähigkeit.
  • Diese berufliche Handlungsfähigkeit soll Grundlage für das selbstständige Weiterlernen bilden (Arbeitsmarkt- oder Beschäftigungsfähigkeit)
  • Die Berufliche Grundbildung leistet einen wesentlichen Beitrag für die gesellschaftliche Integration der Jugendlichen sowie deren spätere soziale Absicherung (Gesellschaftsfähigkeit)

These 1

Die streng formalisierte berufliche Grundausbildung in Deutschland kann einem sich immer schneller ändernden Arbeitsmarkt nicht mehr Rechnung tragen.

These 2

Selbständiges Weiterlernen wird auch nach der abgeschlossenen Berufsausbildung absolut notwendig sein, um auf dem Arbeitsmarkt beschäftigungsfähig zu bleiben. Die berufliche Grundbildung wie bisher ist nicht mehr ausreichend.

These 3

Unter Anbetracht der zahlreichen arbeit- und ausbildungsplatzsuchenden Jugendlichen hat das deutsche Berufskonzept und das berufliche Grundausbildungssystem das eigene Ziel der gesellschaftlichen Integration von Jugendlichen verfehlt.

These 4

Die Qualitätsstandards der heutigen beruflichen Grundbildung sind in Hinblick auf die immer mehr werdenden Schüler, die ohne Schulabschluss die Schule verlassen zu hoch angesetzt.