- „Emanzipation heißt“, so Mollenhauer, „die Befreiung der Subjekte – in unserem Fall der Heranwachsenden in dieser Gesellschaft – aus Bedingungen, die ihre Rationalität und das mit ihr verbundenen gesellschaftliche Handeln beschränken" (1968, 11).
- Emanzipation als pädagogischer Grundbegriff bezeichneten für die Pädagogik keinen direkt beobachtbaren Sachverhalt, sondern einen Prozess, in dem sich personale Kompetenzen herausbilden sollten, die das Individuum befähigen sollten, sich von nicht legitimierbaren Zwängen zu befreien. Emanzipatorische Pädagogik bezog sich auf die Förderung derartiger Kompetenzen, nämlich Ich-Stärke, reflektierte Interaktion, demokratisches Gesellschaftsbild.
- Die moderne Idee des emanzipierten Subjekts hat sich unter dem Druck der Verhältnisse oft genug zu dem Bild des am Arbeitsmarkt erfolgreichen Typus, des marktrational planenden, eigennützig sich durchsetzenden und technokratisch orientierten Individuums gewandelt.
Donnerstag, 15. Mai 2008
Emanzipation
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